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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2010 Dienstleister der Informationsgesellschaft: Branche Forschung und Entwicklung führend bei absatzbezogenen Auslandsaktivitäten

Dienstleister der Informationsgesellschaft: Branche Forschung und Entwicklung führend bei absatzbezogenen Auslandsaktivitäten

Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"

Neuss / Mannheim, 12.07.2010

Die Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft erschließen sich Auslandsmärkte auf vielfältigen Wegen. Rund 25 Prozent von ihnen exportieren ihre Dienstleistungen, etwa 20 Prozent haben ausländische Kooperationspartner und elf Prozent der Unternehmen entsenden eigene Mitarbeiter ins Ausland. Knapp sechs Prozent der Unternehmen bedienen ausländische Märkte über Niederlassungen und Tochtergesellschaften. Das größte Engagement entfalten bei absatzbezogenen Auslandsaktivitäten die Unternehmen der Teilbranche Forschung und Entwicklung. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei den Dienstleistern der Informationsgesellschaft. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim hat sie im Juni 2010 in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, durchgeführt (Einzelheiten zur Umfrage am Ende der Pressemitteilung).

Zu den Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft gehören IKT-Dienstleister (Unternehmen der Branchen Software und IT-Dienste, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensive Dienstleister (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung). Sie erschließen sich ausländische Märkte vor allem über Exportaktivitäten, die Errichtung von Niederlassungen, über Tochtergesellschaften oder mit Hilfe von Mitarbeiterentsendungen. Auf diese Weise stärken sie ihre Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend globalisierten Wirtschaftswelt. Die Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung sind, im Vergleich zu den anderen Branchen des Wirtschaftszweigs, am aktivsten was absatzbezogene Auslandsaktivitäten angeht. „Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen geben an, Dienstleistungen ins Ausland zu exportieren. Darüber hinaus kooperieren rund 37 Prozent mit Partnern im Ausland und knapp ein Fünftel der Unternehmen berichtet, eine Niederlassung oder eine Tochtergesellschaft im Ausland zu haben“, erklärt Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am ZEW.

Die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind die Teilbranche des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft, die mit einem Anteil von nur drei Prozent am wenigsten exportiert. Die Unternehmensberater bilden mit etwa drei Prozent das Schlusslicht bei Niederlassungen und Tochtergesellschaften im Ausland und die Architekten mit rund sechs Prozent bei der Kooperation mit ausländischen Partnern. Bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland hingegen liegen die Unternehmensberater mit knapp 16 Prozent auf Platz eins, während die Steuerberater und Wirtschaftprüfer mit rund einem Prozent den letzten Platz belegen.

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Ihre Ansprechpartner beim ZEW

ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Miruna Sarbu
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim

Tel.: 06 21 / 12 35-334
Fax:  06 21 / 12 35-333

  sarbu@zew.de
  www.zew.de

Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und Umweltökonomik tätig.

Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.

Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung

Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:

ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)

Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.

Allgemeine methodische Hinweise (PDF)

Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)

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Ihr Ansprechpartner

Verband der Vereine Creditreform e.V.
Herr Michael Bretz
Wirtschaftsforschung

Tel.: 0 21 31 / 109-171
Fax: 0 21 31 / 109-176

 analysen@creditreform.de
Downloads

ZEW Dienstleistungsreport: 2. Quartal 2010
(PDF, 1070 KB)
ZEW Dienstleistungsreport: 2. Quartal 2010, Presseinfo Nr. 2
(PDF, 87 KB)
 
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